Sachwalterschaft

1) Was bedeutet Sachwalterschaft?

Ein Sachwalter wird für Personen nach Vollendung des 18. Lebensjahres bestellt, wenn diese aufgrund einer geistigen Behinderung oder psychischen Krankheit nicht fähig sind, ihre Geschäfte ohne Nachteil für sich selbst zu besorgen.
Die gesetzliche Vertretung von psychisch kranken und geistig behinderten Erwachsenen ist seit 1984 im Sachwalterschaftsgesetz geregelt.
Sachwalter übernehmen die Besorgung aller oder einzelner Angelegenheiten der betroffenen Person, die diese nicht ohne Gefahr eines Nachteils für sich selbst besorgen kann. Der Wirkungskreis des Sachwalters wird nach Einholung eines psychiatrischen Sachverständigengutachtens durch das Gericht festgelegt.
Die Geschäftsfähigkeit wird nur soweit eingeschränkt, als es unbedingt notwendig ist. Damit soll die betroffene Person vor Nachteilen geschützt werden. In den nicht von der Sachwalterschaft betroffenen Bereichen soll das Leben jedoch weiterhin frei von Einschränkungen gestaltet werden können.

2) Wie sieht die Arbeit des Sachwalters konkret aus?

Eigens geschulte und akademisch gebildete Mitarbeiterinnen befassen sich im Rahmen der Kanzlei ausschließlich mit der Betreuung der Personen, für die Dr. Klimscha oder Dr. Schreiber zum Sachwalter bestellt wurde. Diese Tätigkeiten erfolgen unter der Aufsicht und in der Verantwortung des jeweiligen Sachwalters.

Ein Großteil der Tätigkeit erfolgt innerhalb der Räumlichkeiten der Kanzlei. Durch moderne Ausstattung und EDV können der Schriftverkehr und die notwendigen finanziellen Transaktionen effizient durchgeführt werden.

Im sogenannten „Außendienst“ werden die Besuche bei den Klienten, die nicht in die Kanzlei kommen können, Gerichtstermine, Termine bei Ämtern und Behörden, usw. wahrgenommen.

Einige Klienten benötigen eine engmaschige persönliche Betreuung vor Ort. Hiefür bedient sich der Sachwalter entsprechender Organisationen, wobei besonderes Augenmerk auf die enge Zusammenarbeit mit den beauftragten Betreuern (Sozialarbeiter, [psychiatrische-] Krankenpfleger, Therapeuten, Heimhilfen, Besuchsdienste usw.) gelegt wird, um eine qualitätsvolle und hilfreiche Arbeit zu gewährleisten.